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Georg von Braunschweig und Lüneburg-Calenberg (1634-1641)

geboren:   *17. November 1582 in Celle
gestorben: 2. April 1641 in Hildesheim
Georg wurde am 17. November 1582 als sechster von sieben Söhnen des Herzogs Wilhelm des Jüngeren von Braunschweig und seiner Ehefrau Dorothea, einer Tochter des dänischen Königs Christian III., in Celle geboren. 1591 beginnt Herzog Georg mit dem Studium an der Universität Jena und schließt sie 1596 erfolgreich als Offizier ab. Bis 1601 hält er sich an verschiedenen befreundeten und verwandten Höfen in ganz Deutschland auf, bis er sich 1604 Prinz Moritz von Oranien anschließt. 1608 unternimmt Georg eine Studienreise nach Frankreich, und hält sich anschließend für drei Jahre (1608-1611) in Italien auf.
Um eine weitere Erbteilung im "Neuen Haus Lüneburg" zu verhindern, einigte sich Georg 1611 mit seinen sechs Brüdern, das Fürstentum von Celle aus ungeteilt nacheinander zu regieren. Außerdem sollte das Los entscheiden, wer von ihnen eine standesgemäße Ehe eingehen dürfe. Georg gewann, nur seine Söhne sollten damit einmal das "Neue Haus Lüneburg" weiterführen.
Am 10. März 1617 bestätigt der Kaiser in Prag die Erbfolge der lüneburgischen Linie im Fürstentum Grubenhagen. Dadurch erhält Herzog Georg das Schloß Herzberg und bestimmt es zu seiner Residenz. Noch im selben Jahr, am 14. Dezember, heiratet er Anna Eleonore von Hessen-Darmstadt. Mit ihr zeugt er zwischen 1622 und 1629 vier Söhne.
Im dreißigjährigen Krieg wechselt Herzog Georg mehrfach die Seite und befehligt dänische, kaiserliche und zuletzt schwedische Truppen. Mit dem deutsch-schwedischen Heer siegte er am 28. Juni 1633 bei Hessisch-Oldendorf und zwang so Hameln zur Kapitulation. Kurz darauf eroberte er auch die Stifte Hildesheim und Minden. Am 31. August 1635 tritt Herzog Georg dem Prager Frieden bei und übernimmt im Jahr darauf eine kleine unabhängige Armee.
Als am 21. August 1634 Herzog Friedrich Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel, der letzte Welfenfürst aus dem "Mittleren Haus Braunschweig", ohne Erben stirbt entbrennt ein Erbstreit. Erst unter dem Druck des Kaisers einigen sich die welfischen Nachkommen aus der Lüneburger Linie. Herzog Georg erbt daraufhin 1635 die Fürstentümer Calenberg und Göttingen. 1636 wählt er Hannover zu seiner Residenz und läßt das Leineschloß zum Residenzschloß ausbauen.
Am 2. April 1641 stirbt Herzog Georg im Alter von 59 Jahren nach einem Bankett in Hildesheim, wahrscheinlich vergiftet. Sein Nachfolger wird sein ältester Sohn, Christian Ludwig.

Münzen von Georg von Braunschweig und Lüneburg-Calenberg (1634-1641)
1/24 Thaler (Groschen) 1636
1/24 Thaler (Groschen) 1636
AV: Schild mit aufgerichtetem Löwen von links, darüber Braunschweiger Helm mit Roß
Umschrift: GEORG H.Z.BR.V.L.
RV: Reichsapfel mit der Wertzahl Z4, links und rechts davon die geteilte Jahreszahl 16-36
Umschrift: PIET.IVST.ACTORTIT
Welter 1463 zum Vergrößern bitte auf die Lupe klicken